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Vito – Ein treuer Hund

Der neue Vito ist sich selbst treu geblieben. Sein Aussehen und seine funktionalen Eigenschaften als Arbeitstier zeichnen ihn auch in seiner Neufassung aus, aber selbstverständlich ist er moderner, schicker und irgendwie seriöser geworden.

Binnen zwei Wochen führte uns gleich zweimal der Weg nach Berlin zur Weltpremiere eines neuen Daimler-Modells. Zuerst war der kleine smart an der Reihe und kurze Zeit später dann der robuste und große Vito. Transporter der früheren Generation waren irgendwie Werkbänke auf vier Rädern. Die Zeiten sind längst vorbei und heute scheinen sich die Handwerker die Augen zu reiben, wenn sie beispielsweise den neuen Vito betrachten. LED-Scheinwerfer, elektrische Sitze, Bildschirmnavigation sowie die Wahl zwischen verschiedensten Karosserieformen, Radständen, Fahrzeuglängen und Motorisierungen von 65 kW/88 PS bis hin zu 140 kW /190 PS. Dazu gibt es Front-, Heck- und Allradantrieb, alles ist machbar und wird angeboten. Der neue Vito erfüllt in der Klasse der Transporter von 2,5 und 3,2 Tonnen Gesamtgewicht so ziemlich alle Wünsche. Selbst Vorderradantrieb mit quer eingebautem Motor ist nunmehr verfügbar, wobei ein kompakter Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum in zwei Leistungsstufen (88 PS und 114 PS) für den Vortrieb sorgt. Leichteres Gewicht und ein preiswerter Einstieg waren die Hauptargumente für diese Neuerung beim Vito.

Der Vito wurde in den vergangenen fünf Jahren zusammen mit dem hauseigenen Personentransporter, der V-Klasse, entwickelt.

Für höhere Ansprüche, bessere Fahrleistungen, stärkere Gesamtgewichte und anspruchsvolleren Anhängerbetrieb – dafür steht der Vito mit Hinterradantrieb und einem Vierzylinder mit 2,15 Liter Hubraum. Dieser Motor ist in drei Leistungsstufen verfügbar als CDI 114 mit 100 kW/136 PS, als CDI 116 mit 120 kW/163 PS und als CDI 119 mit 140 kW/190 PS. Serienmäßig steht hierfür ein Sechsgang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Optional kann auch das Wandler-Automatikgetriebe 7G-Tronic Plus geordert werden, das zur Serienausstattung des stärksten Diesels und des Allrad angetriebenen Vito 4×4 gehört.

Die Weltpremiere feierte der Vito in einem ausrangierten Berliner Heizkraftwerk, das durch seinen rustikalen Charme und die Baustellenatmosphäre zu gefallen wusste. Volker Mornhinweg, Nutzfahrzeugchef bei Daimler unterstrich in seiner Rede, dass “ein Van muss funktionieren wie ein Werkzeug. 90 % aller Vitos sind in kleinen und mittelständischen Unternehmen unterwegs. Da darf es keine Ausfälle geben“, und so kommt es auf die Zuverlässigkeit an. Zudem wird der Vito nach dem Sprinter zum 2. Welt-Nutzfahrzeug von Daimler, denn es soll nunmehr auch den Nord- sowie Süd-amerikanischen Raum erobern, weshalb ein Werk in Buenos Aires errichtet wurde. Der Hund der argentinischen Präsidentin Kirchner hört übrigens auf den schönen Namen Vito, wenn das mal kein gutes Omen ist. Die Europäer werden weiter vom spanischen Werk aus Vitoria bedient, in das ebenfalls kräftig investiert wurde.

Der Vito wurde in den vergangenen fünf Jahren zusammen mit dem hauseigenen Personentransporter, der V-Klasse, entwickelt. Kein Wunder, dass sich Taxifahrer, die den neuen Mercedes Vito ordern, über Dreingaben wie elektrische Schiebetüren, einen verbesserten Innenraum und zahlreiche Ablagen freuen können. Lieferdienste, Transport- und Bauunternehmen dürfte das allenfalls am Rande interessieren. Für sie stehen eindeutig die bis zu 120 kg mehr Nutzlast und die verschiedenen Karosserievarianten im Vordergrund.

Text: Roland Baumann / Fotos: Mercedes-Benz

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Author: Philippe Reuter

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