Im kleinsten Dorf Luxemburgs wird Anfang September der Teufel los sein. Es gibt nämlich Grund zu feiern: Das Museum Thillenvogtei feiert sein 25-jähriges Bestehen.
Von Anfang an ging es Jean Ney und seinen Mitstreitern darum, ein „lebendiges“ Museum zu schaffen. Ein Museum, das sich nicht darauf beschränkt, regelmäßig Ausstellungen zu organisieren, sondern ein Haus, in dem die Besucher selbst ausprobieren dürfen, wie früher auf dem Land gearbeitet und gelebt wurde. Und so wurden in einem originellen Rahmen Geschirr, Werkzeug und Kleidung zusammengetragen, die einst tatsächlich benutzt wurden. Vor allem bei Schulklassen ist die Thillenvogtei sehr beliebt, weil den Kindern die Möglichkeit geboten wird, in eine andere Welt abzutauchen und zu erkennen, wie wenig der heutige Alltag mit dem des frühen 20. Jahrhunderts zu tun hat. 2015 hat Elisabeth Ney, die Tochter des Begründers, das Museum übernommen und ist – mit großem Publikumserfolg – ins kleinste Dorf des Großherzogtums namens Rindschleiden umgezogen. „Hei ass d’Welt nach an der Rei“, betonen die meisten. Soll heißen: Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nun haben sich die Verantwortlichen der Thillenvogtei mit der Gréiwelser Feuerwehr, der Wahler Aktiounsschmëtt, dem Theaterclub „Schabaudien“, der Wahler Musikgesellschaft und dem FC Excelsior Grevels zusammengetan, um ein großes Museumsfest zu veranstalten. Im alten Holzofen wird Brot gebacken, ein Frisör schneidet Haare in einem Salon aus den 1950er Jahren, das Puppentheater Lompazi verzaubert die Kleinen… Vorbeizuschauen lohnt sich.
Am 4. September ab 10.30 Uhr.





