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Chronik der Woche 4: Trump ist Trumpf

Jenseits des Atlantiks schwingt seit vergangenem Freitag die unnachahmlichste Föhntolle der Welt das Zepter, während hierzulande beinahe perfekte Winteridylle vorherrschte, wäre da nicht unter anderem eine Promi-Scheidung gewesen.

Scheidung bei Hof – Schätzchen ade!

Der großherzogliche Hof teilte vergangene Woche mit, dass Prinz Louis und Prinzessin Tessy sich scheiden lassen. Das Paar hatte 2006 geheiratet und hat zwei Söhne. Prinz Gabriel wurde 2006 geboren und Prinz Noah im Jahr 2007. Beide hatten sich 2004 bei einem Truppenbesuch im Kosovo, wo Tessy als 18-Jährige die einzige Frau in der Einheit war, kennengelernt.
Foto: Jean-Claude Ernst (Editpress)

Neues Label – Back to the future

Bildungsminister Claude Meisch (DP) präsentierte ein neues Label, welches Sekundarschulen auszeichnet, die sich in den Bereichen Technologie und Informatik spezialisieren. Die sogenannten „Future Hubs“ wird es zuerst in drei Schulen geben. Zum Schulbeginn 2017-2018 im „Lycée des Arts et Métiers“ und im „Lycée Technique Esch“. 2018 kommt dann das Lycée Edward Steichen in Clerf dazu. In diesen Schulen wird eine Informatik-Sektion angeboten werden. Ob das Zusammenschrauben eines Flux-Kompensators auf dem Schulplan steht, ist nicht überliefert.
Foto: Isabella Finzi (Editpress)

Zahl der Woche: 91

Autohändler beteiligen sich an der 53. Auflage des Autofestivals, das vom 28. Januar bis zum 6. Februar dauern wird.

Neuer Kirchenfonds – Dezentrale Verwaltung

Generalvikar Leo Wagener hat der Öffentlichkeit die Statuten und die Geschäftsordnung des neuen Fonds, welcher die aktuellen Kirchenfabriken ersetzen soll, vorgestellt. Angedacht ist, dass zahlreiche Freiwillige aus den aktuellen Kirchenfabriken zusammen mit Vollzeit-Mitarbeitern für den Fonds arbeiten. Ein Verwaltungsrat wird die Gesamtverantwortung nach außen tragen. Der Dachverband der Kirchenfabriken (Syfel) schaltet weiterhin auf stur und verweigert jede Diskussion. Am Montag wurde im Parlament über die Petition 715, die den Erhalt der Kirchenfabriken fordert, diskutiert. Das Thema dürfte noch eine Weile in der Öffentlichkeit bleiben.
Foto: Isabella Finzi (Editpress)

Politmonitor – And the winner is…

Außenminister Jean Asselborn und seine Art, die Dinge unverblümt anzusprechen, scheinen beim Luxemburger Wahlvolk nach wie vor gut anzukommen. Der LSAP-Politiker ist laut Wort-RTL-Politmonitor der beliebteste Politiker des Landes, gefolgt von der Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer (DP), dem CSV-Fraktionspräsidenten Claude Wiseler und dann Premierminister Xavier Bettel (DP).
Foto: Isabella Finzi (Editpress)

Wahlbeteiligung – Ran an die Urnen

Seit 2011 können Ausländer aktiv und passiv an den Gemeindewahlen teilnehmen. Seit 2005 ist dies schon für EU-Ausländer möglich. Der Erfolg war bisher eher bescheiden, weshalb jetzt die Initiative „Je peux voter“ den ausländischen Mitbewohnern die Teilnahme an den Wahlen am 9. Oktober schmackhafter machen soll. Dass auf den sozialen Netzwerken ein paar rechtspopulistische Hohlbirnen dagegen wettern, zeigt nur eins: Die Referendumsfrage über das Ausländerwahlrecht hatten diese Klappspaten gar nicht erst verstanden.
Foto: Isabella Finzi (Editpress)

Zitat der Woche

„Ce n’est pas toujours facile de négocier les orientations, vu les différents métiers.“ Postdirektor Claude Strasser am 19. Januar in der Wochenzeitung „Le Jeudi“

Arbeitsminister will Kurswechsel – Fettnäpfchen, here I come

Die CSV hat vor nicht allzu langer Zeit Außenminister Jean Asselborn (LSAP) angefeindet, weil der die Idee seines österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz, Flüchtlinge auf Inseln zu internieren, als „rechtsnationales Gedankengut“ abgestempelt hatte. Asselborns Parteikollege Nicolas Schmit ist scheinbar nicht ganz mit den Aussagen und Ansichten in Sachen Asylpolitik des Außenministers einverstanden und fordert in einem Interview mit dem Luxemburger Wort ein Überdenken der (europäischen) Asylpolitik und vertritt damit eine völlig entgegengesetzte Meinung als sein Parteikollege…
Foto: Alain Rischard (Editpress)

Sexuelle Gesundheit – Je t’aime,… moi non plus

Das neue „Centre national de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle“ (CNR), welches von vier Ministerien, dem Planning Familial, der HIV Berodung, dem Roten Kreuz und dem Centre de Psychologie et d’Orientation Scolaires (CPOS) ausgebarbeitet wurde, ist nach drei Jahren Planung jetzt Realität geworden. Das CNR soll sich um die emotionale und sexuelle Gesundheit der Menschen kümmern.

Petition 762 – Urlaub jetzt!

Mit der Forderung nach mindestens 30 Tagen Urlaub im Privatsektor feiert die Petition 762 einen fulminanten Erfolg. Nach zwei Tagen hat sie das Quorum von 4.500 Unterschriften erreicht. Die jetzt noch immer viel diskutierte Rekord-Petition 698 über die Luxemburger Sprache hatte eine Woche hierfür benötigt. Die Idee von zusätzlichem Urlaub ist allerdings nicht ganz so neu: Der OGBL hatte bereits in der Vergangenheit eine sechste Urlaubswoche ins Gespräch gebracht.
Foto: pixabay

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Martine Decker

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