Home » Home » Dazugelernt

Dazugelernt

Wiederentdeckt

Manchmal gibt es auch erfreuliche Nachrichten: Eine 2019 auf der Galápagosinsel Fernandina entdeckte Riesenschildkröte wurde jetzt als Chelonoidis phantasticus identifiziert, eine Art, die seit hundert Jahren als ausgestorben gilt. Genproben des Schildkrötenweibchens stimmten mit denen überein, die 1906 einem Männchen der Art entnommen wurden. Es handelt sich um eine von 15 Riesenschildkrötenarten, die auf den Galápagosinseln vorkommen. Ein US-amerikanisches Forscherteam der Universität New York will jetzt nach weiteren Exemplaren suchen.

web_rauchen-Kopie

Rauchen boomt

Zum Weltnichtrauchertag am vergangenen Montag veröffentlichte die Fondation Cancer die neuesten Zahlen über den Zigarettenkonsum in Luxemburg. Und siehe da: Es gibt wieder mehr Raucher und Raucherinnen. Nachdem die Zahlen zu Beginn der 2010er Jahre stetig nach unten gingen, bewegen sie sich seit zwei Jahren aufwärts. Mit Corona hat das aber offensichtlich nichts zu tun, bereits im Jahr 2019 gaben 27 Prozent der Bevölkerung an, regelmäßig zu rauchen, 17 Prozent sogar jeden Tag. Noch immer sind es die Männer, die den größten Anteil an Rauchern stellen, doch immerhin rauchen mittlerweile 25 Prozent der Frauen. In der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren sind es sogar 33 Prozent. Auch die Zahl der Shisha-Raucher steigt. Ihre Zahl hat sich seit 2016 mehr als verdoppelt.

web_22-21-buchtipp-Kopie

Buchtipp: Ethnografie mal anders

Diese Autobiografie einer Ethnologin erzählt keine heroische Erfolgsgeschichte, sondern berichtet von dem, was in den herkömmlichen Ethnografien meist ausgeschlossen wird – die unheroischen Verstrickungen und die kulturellen Missverständnisse, die Konflikte, Fehlleistungen sowie Situationen des Scheiterns in der Fremde. Mit dem Bericht über vier ethnografische Forschungen in Kenia und Uganda in einem Zeitraum von fast fünfzig Jahren reflektiert Heike Behrend auch die Fachgeschichte der Ethnologie und die Veränderungen des Machtgefüges zwischen den Forschenden und den Erforschten, die sie am eigenen Leib erfährt.

ISBN: 978-3-95757-955-3, Matthes & Seitz Berlin, 25 Euro

Selten, aber gefährlich

Es klingt unglaublich kompliziert, könnte aber erklären, warum es – äußerst selten – zu Hirnvenenthrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von Astra Zeneca kommt: Es liegt an der Art, wie die Information über das Spike-Protein, die im Impfstoff enthalten ist, verpackt wird. Nämlich über DNA und nicht über mRNA, wie bei den Impfstoffen von Biontech, Pfizer und Moderna. Anders als mRNA gelangt diese in den Zellkern, wodurch bestimmte Proteine gebildet werden, die Thrombosen verursachen. Wie gesagt: Es ist kompliziert. Ließe sich, laut dem Forscherteam aus Frankfurt und Ulm, jedoch problemlos mit einer Anpassung des Impfstoffs beheben.

 

Fotos: Matthes & Seitz, Pixabay

Heike Bucher

Journalistin

Ressort: Wissen

Author: Dario Herold

Login