Kunstobjekt oder Weltraumpflanze? Weder noch: Seit 400 Jahren ist der Romanesco eine rein irdische Kohlart, die vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut wird.
Text: Renée Ries
Für Freunde der Mathematik ist der Romanesco eine Augenweide, vereint er doch sowohl die Fibonacci-Folge wie auch Fraktale in seiner filigranen Türmchenstruktur. Doch auch wer es nicht so mit Zahlen hat, muss zugeben, dass der aus dem Mittelmeerraum stammende Verwandte des Blumenkohls außerordentlich hübsch ist.
Das futuristisch wirkende Gemüse hat aber auch starke innere Werte. Da er im Gegensatz zu seinem weißen Vetter Sonne abbekommt, entsteht in ihm Chlorophyll, das ihm die frische grüne Farbe verleiht und ihn aromatischer und nährstoffreicher macht. Allein Provitamin A ist im Romanesco fast doppelt so viel enthalten wie im Blumenkohl. Auch sein Karotin- und Vitamin-C-Gehalt fällt deutlich höher aus. Durch seine leichte Verdaulichkeit, die er seiner feinen Zellstruktur verdankt, eignet er sich gut für Schonkostgerichte. Und zu guter Letzt wird es Figurbewusste freuen, dass der Romanesco nur 22 kcal/100 g enthält.
Viele gute Gründe, ein paar neue Rezepte auszuprobieren.
Romanesco-Kartoffel-Suppe
Dinkelrisotto mit Romanesco


