Unter der Haube werkelt ein Zweiliter-Ingenium-Benziner mit 300 PS, das Fahrwerk wurde nach FIA-Vorschriften zwecks Reduzierung der ungefederten Massen mit verstärkten Bremsen aus Leichtmetall (vier Bremskolben auf 295er Scheiben) und einer speziellen Aufhängung versehen. Hier arbeiten jetzt dreifach mechanisch verstellbare Eibach-Federn mit 60 N/mm und spezielle Dämpfer mit externem Ölbehälter. Der aufgebrezelte F-Type hat darüber hinaus zwei Sechspunktgurte, einen 5 mm dicken Unterbodenschutz aus Aluminium, spezielle Schotterreifen (MaxSport 205/55/16), ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse aus dem F-Type V6 mit 280 PS und last but not least thronen vier schmucke Rallye-Scheinwerfer auf der langen Motorhaube, die den Wagen aus der Distanz aussehen lassen, wie eine infernalische Wiedergeburt des Austin Healey „Frogeye“. Der F-Type CF Rally hat keinerlei Seitenfenster, dafür aber einen rallyetauglichen Überrollkäfig mit FIA-Zertifikat (anstatt den zwei traditionellen Bügeln hinter den Kopfstützen) sowie einen integrierten Feuerlöscher. Am bereits sehr steifen geklebten und genieteten Monocoque des Serienautos mussten keine fundamentalen Veränderungen vorgenommen werden, doch das Stoffdach wurde gänzlich entfernt, wie auch das meiste an – in diesem Falle unnützem – Zierrat im Interieur. Die Türen wurden ausgeweidet und ihre Verkleidungen durch leichte Carbonpanele ersetzt. Die Stabilisatoren vorne wurden durch stärke Exemplare ersetzt. Hinten sind es die gleichen Stäbe geblieben. Die Federraten wurden verringert, eine hydraulische Handbremse à la Ken Block eingebaut. Der Zweilitermotor erhielt 20 zusätzliche PS, blieb ansonsten allerdings weitgehend unverändert, wie auch das Achtganggetriebe aus der Serienfertigung. Die sonst so penibel wachsamen Polizisten des Antiblockiersystems und der elektronischen Stabilitätskontrolle wurden im Rallye-Cabrio allerdings auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Für sie ist hier definitiv kein Platz.
Die beiden Exemplare für die Rallye sind unverkäuflich, den „normalen“ F-Type Checkered Flag Limited Edition mit 280 PS hingegen kann man kaufen ab 72.221 €, als Coupé wie auch als Cabrio.