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Itsy-bitsy Ibiza!

Mit einer Fläche von nur 573 Quadratkilometern ist Ibiza trotz allem eine der vielseitigsten Inseln der Balearen. Als Partyszene abgestempelt, bietet sie jedoch viele andere Unterhaltungsmöglichkeiten. Hier einige Musts für alle, die zum ersten Mal ein Urlaub auf der beliebten Ferieninsel planen.

Es weht eine erfrischende Brise über die Klippen, die sich weit über dem idyllischen Sandstrand „Cala d’Hort“ befinden. Die am späten Morgen noch wenig besuchte Felsformation, ungefähr 21 Kilometer westlich von Ibiza-Stadt, bietet den wahrscheinlich schönsten Blick auf den atemberaubenden Felsen „Es Vedrà“, der einige hundert Meter von uns entfernt aus dem Wasser ragt. Der Himmel ist leicht bedeckt und dementsprechend ist seine Spitze von dichten Wolken umgeben. Doch die Aussicht ist ohnegleichen. Ich würde sogar behaupten, phänomenal. Es ist zweifellos eine der schönsten Sehenswürdigkeiten, die Ibiza zu bieten hat. Kein Wunder, das „Es Vedrà“ einer der meist fotografierten Orte der Insel ist. Mir ist allerdings etwas mulmig, wenn ich beobachte wie Hobbyfotografen, mit der Hoffnung auf ein umwerfendes Bild, dem Rand der hohen Klippen immer näherkommen. Ein Sturz bezahlt man hier mit Sicherheit mit seinem Leben.

Kein Wunder, das „Es Vedrà“ einer der meist fotografierten Orte der Insel ist.

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Ich konzentriere mich lieber auf die Landschaft, die auf mich eine äußerst beruhigende Wirkung hat. „Es Vedrà“ ist übrigens Teil eines Naturschutzgebietes. Demzufolge ist es nicht erlaubt, die Insel zu betreten. Angeblich werden Bootsfahrten organisiert, während derer es den Touristen ermöglicht wird, den Felsen anzufassen. Es wird nämlich behauptet, er habe magische Kräfte. Einen wissenschaftlichen Beweis gibt es dafür nicht. Nur wenige Minuten mit dem Auto von unserem Aussichtspunkt entfernt, ist eine kulinarische Pause im Lokal „Es Boldado” in Sant Josep de sa Talaia unter keinen Umständen zu versäumen. Hier gibt es eine der besten Paellas in Ibiza, die sie auf der Panoramaterrasse mit Weitblick auf „Es Vedrà“ genießen können. Ein Ort, der auch von den Einheimischen gerne besucht wird, wegen seiner saisonalen und vor allem lokalen Küche. Auf der Speisekarte finden Sie eine Auswahl an Meeresfrüchten und Fischgerichten, die aus den Gewässern rundum die Insel stammen. Laut dem renommierten „Guide Michelin“, „The fish served couldn’t be any fresher!“ Das Restaurant ist allerdings nur mit dem Auto zu erreichen, über eine Fahrstrecke bestehend aus Schottersteinen und vielen Schlaglöchern. Vorsicht ist geboten!

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Für revue-Redakteur Jérôme Beck bleibt der Blick auf den atemberaubenden Felsen „Es Vedrà“ unvergesslich.

Strände auf Ibiza gibt es wahrscheinlich so viele, wie es Sand am Meer gibt. Sie haben die Qual der Wahl. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der längste und wahrscheinlich bei den Partygängern bekannteste Strand ist „Playa d’en Bossa“. Wer keine laute Musik, DJs und Partys mag, ist hier fehl am Platz. Wir bevorzugen deshalb den sehr beliebten Sandstrand „Es Cavallet“ mit seinen Dünen, seinen Pinien und seinen Salzfeldern im Hinterland. Nur knappe 15 Fahrminuten von Ibiza-Stadt entfernt. Als offizieller FKK-Strand bekannt, treffen sich die FFK-Anhänger aber nicht überall entlang des Strandes.

Es bleibt also ein sehr beliebter Badeort, wo jeder willkommen ist. Mit oder ohne Badehose. Wer genau hinkuckt, kann am Meereshorizont die Insel „Formentera” und die Festungsanlage von „Eivissa“ erblicken. Für zirka zehn Euro ist es möglich, einen komfortablen Strandstuhl zu buchen und wer im Laufe des Tages ein leichtes Hungergefühl verspürt, dem raten wir einen Tisch im gutbesuchten Beachclub „El Chiringuito“ zu reservieren. Drinnen herrscht ein Ambiente, geprägt von einer subtilen Mischung aus Schickimicki und einem Hauch „M’as-tu-vu“. Stundenlang können Sie hier verweilen und den, manchmal sehr exzentrischen, Gästen nachschauen. Es ist „the place to be“, wo manch einer sich gerne sehen lässt. Die Deko inspiriert sich an den typisch spanischen Strandbuden, bestehend aus Palmdach-Paneelen, Holzmöbeln, vielen Kissen und großen Sonnenschirmen, natürlich ganz in beige. Das versteht sich doch von selbst. Passt doch alles perfekt zusammen, denn „Chiringuito“ bedeutet auf Spanisch „Strandbar“.

 

Die Gassen entlang der Festungsmauer stecken voller Überraschungen.

Die Gassen entlang der Festungsmauer stecken voller Überraschungen.

 

Auf der Speisekarte: gegrillter Fisch, Pasta und Burger. Wir empfehlen eine Mischung aus verschiedenen Tapas-Gerichten. Zum Teilen in geselliger Runde, ist es die perfekte und einigermaßen lokale Alternative. Die Preise befinden sich in der höheren Kategorie, doch über das Essen gibt es nichts zu meckern und das Personal ist freundlich und zuvorkommend.

Lassen Sie sich am späten Nachmittag eine Besichtigung, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Altstadt von Ibiza, nicht entgehen. Die kleinen Gassen entlang der Festungsmauer stecken voller Geschichten und Überraschungen. Vielleicht schaffen Sie es ja bis oben zur Kathedrale, mit ihrem mittelalterlichen Charme. Andere bevorzugen lieber einen erfrischenden Spaziergang entlang des Hafens, wo es unzählige Luxusyachten zu bewundern gibt oder besuchen eines der zahlreichen Museen.

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Umgeben von Dünen, Pinien und Salzfeldern, ist „Es Cavallet“ einer der schönsten Strände.

Einen totalen Tapetenwechsel bietet das „Bambuddha”. Seit 23 Jahren sorgt dieses atypische Lokal, das entlang der Strecke zwischen Ibiza-Stadt und San Juan liegt, bei seinen Gästen immer wieder für gastronomische Begeisterung. Ein exquisiter Ort, der mit seinem extraordinären Ambiente für Aufsehen sorgt. Ein Schritt über die Türschwelle und Sie tauchen in eine andere Welt, geprägt von asiatischen und buddhistischen Einflüssen mit Buddha-Statuen, Bambuspflanzen, atemberaubenden Lüstern und farbenfrohen Sofas. Das Gebäude gleicht einer kleinen Pagode oder einem buddhistischen Tempel, mit diesen typischen Dachvorsprüngen. Ein Teil unter freiem Himmel, der andere überdeckt. Perfekt für warme Sommerabende.

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Ein asiatisches Flair, das die Gäste auf der Speisekarte zwischen thailändischen, japanischen und anderen Spezialitäten aus dem Land des Lächelns wieder finden. Die Gerichte sind nicht in Vorspeisen und Hauptgerichte eingeteilt. Es wird empfohlen, mehrere auszuwählen und diese untereinander zu teilen. Die Portionen sind zwar nicht besonders groß, doch sie sind köstlich. Ein tolles Esserlebnis in einem wirklich faszinierenden Rahmen. Das zahlt sich natürlich auch aus. Aber man gönnt sich ja sonst nichts!

Fotos: Pixabay, privat

Author: Dario Herold