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Kurz gefasst

20210108_EDITPRESS_JG_30114_preview-Kopie„Gesunder“ Mix

Seit Montag, 11. Januar, nach dem Ablauf des CovidGesetzes tags zuvor haben nicht nur wieder der Einzelhandel, Friseure und Fitnessstudios, sondern auch Schulen, Kindertagesstätten und Maisons relais geöffnet. Restaurants, Cafés und andere Gastronomiebetriebe bleiben hingegen bis 31. Januar geschlossen. Auch sollen weiterhin nur zwei Personen eines Haushalts privat eingeladen werden. Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit bleibt ebenso wie die Versammlungsregeln, die besagen, dass ab vier Personen Masken getragen werden und ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden muss. Die Ausgangssperre gilt wieder ab 23 Uhr. Die Mischung aus Lockerungen und Einschränkungen soll eine leichte Rückkehr zur Normalität bringen, aber auch einen maximalen Schutz aufrechterhalten. Während die Regierung die Lockerung – auf dem Foto Premierminister Xavier Bettel mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert bei der Parlamentsdebatte letzten Freitag – mit den jüngst gesunkenen Corona-Fallzahlen begründet, sieht die Opposition dies eher skeptisch. Sie befürchtet, dass die Senkung der Neuinfektionen wieder zunichte gemacht wird. Auch der Staatsrat übt Kritik am „Lockdown light“, vor allem was die Begründung angeht, gab aber grünes Licht.

Evergreen Heimarbeit

Aller Voraussicht nach werden einige Unternehmen auch über das ersehnte Ende der Pandemie hinaus am Homeoffice festhalten. Dass sich darin ein Paradigmenwechsel abzeichnen könnte, sind sich vor allem die CEOs großer Firmen eins. Wie das alles im Detail aussehen wird, muss noch geregelt werden. Die Betriebe waren in der Hinsicht, dass sie ihren Mitarbeitern für die Telearbeit die nötigen Instrumentarien zur Verfügung stellten, großzügig. Andere Details, wie zum Beispiel die Beteiligung an den erhöhten Stromkosten, sind noch nicht geklärt. Nicht zuletzt bildet sich eine Kluft zwischen diesen Berufen, in denen Homeoffice naheliegt, und jenen, oft weniger gut bezahlten Tätigkeiten, in denen es schlicht unmöglich ist.

04.10.2019_Editpress_495131_preview-KopieBühne frei

Digital ist eben nicht besser. Zumindest könne „digital live nicht ersetzen“, sagte Kulturministerin Sam Tanson. Aufatmen in der Kulturszene: Die Theater und Kinos durften wieder öffnen. Ihre Schließung hatte hohe Wellen geschlagen. Schließlich waren in den Kulturstätten bisher keineswegs hohe Infektionszahlen festgestellt worden und hatten mehrere Länder ihre Kinos auch in den schlimmsten Phasen der Pandemie geöffnet gelassen. Unter den Kulturschaffenden hatten sich Existenzsorgen breitgemacht. Diese sind nicht ganz aus der Welt geschafft – und auch die Abstandsregeln sowie die Schutzmasken sind nicht vom Tisch. Aber zumindest die professionellen Künstler können wieder ihrer Arbeit sowie den Proben (hier ein Probenfoto aus dem Stück „En Haus wéi en Haus“ von 2019) nachgehen.

18.11.2017_Editpress_403756_preview-KopieWeit weg von „Zero“

Was Helsinki und Oslo 2019 erreicht haben, davon ist Luxemburg noch weit entfernt. Die beiden Hauptstädte hatten erstmals keine Verkehrstoten verzeichnet und damit die „Vision Zero“ verwirklicht. Hierzulande waren es im Jahr 2020 nach jüngsten und noch nicht offiziellen Angaben 26 Menschen, die im Straßenverkehr ihr Leben ließen. Mobilitätsminister François Bausch sprach allerdings kürzlich in einem Interview mit dem „Luxemburger Wort“ von einer „sinkenden Tendenz“. Ein Blick in die Unfallstatistik zeige, dass die Entwicklung in die richtige Richtung gehe. Der GrünenPolitiker fordert allgemein eine größere Akzeptanz für Verkehrssicherheitsmaßnahmen. Auf dem Archivfoto von 2017 sind Laternen von einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der „Victimes de la route“ zu sehen.

191215_Gerry_Schmit_0034_preview-KopieLicht am Ende des Tunnels

Es ist eine lange Durststrecke und Wartezeit, die die Sportler im Verlauf der Pandemie hinnehmen müssen, geprägt von Auf und Abs, von Lockerungen und verschärften Schutzmaßnahmen. Nun können zumindest die Sportvereine aus den ersten Ligen der diversen Sportarten (hier ein Bild aus der vergangenen Basketballsaison der Total League) wieder trainieren und gegeneinander antreten. Dies geht aus den jüngst gelockerten Corona-Regeln hervor. Dies gilt auch für Elitesportler, Nachwuchs- und Auswahlsportler sowie für die Schüler des Sportlycées, ebenso für Schüler im Sportunterricht sowie für all jene Menschen, die zusammen mit anderen aus einem Haushalt Sport treiben. Zu zweit ist Sport ohne Maske und Sicherheitsabstand erlaubt, bis zu zehn Personen dürfen pro Gruppe trainieren

19.12.2018_Editpress_449349_preview-KopieHilfe für Selbstständige

Die Regierung will Selbstständigen mit einer neuen einmaligen und nicht rückzahlbaren Finanzspritze unter die Arme greifen. Dazu brachte der Regierungsrat auf Vorschlag von Mittelstandsminister Lex Delles einen Gesetzentwurf auf den Weg. Die Höhe der Beträge, die in Stufen zu 3.000, 3.500 und 4.000 Euro gestaffelt sind, orientiert sich an der beitragspflichtigen Einkommensstufe des jeweiligen Antragstellers. Voraussetzung ist, dass die potenziellen Empfänger an das Sozialversicherungssystem angeschlossen sind und ihre Tätigkeit hauptberuflich ausüben. Ihr Berufseinkommen soll mindestens ein Drittel des sozialen Mindestlohns und nicht mehr als das Zweieinhalbfache betragen.

Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

Author: Philippe Reuter

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