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Kurz gefasst

Nägel-mit-Köpfen-KopieNägel mit Köpfen
Der geschasste ehemalige Parteipräsident Frank Engel (Foto) scheint dabei zu sein, eine neue Partei ins Leben zu rufen. Letzte Woche wurde bekannt, dass der frühere DP-Generalsekretär Marc Ruppert sich jetzt Engel anschließen und mit ihm an einer neuen politischen Heimat basteln will. Sollten beide erfahrenen Politiker tatsächlich das Husarenstück schaffen, eine neue Partei mit den nötigen finanziellen Mitteln und ausreichend Mitgliedern (sprich potenziellen Kandidaten) aus dem Boden zu stampfen, dann könnte der Wahlkampf 2023 gehörig aufgemischt werden. Vor allem die CSV und auch die DP müssten um Stimmen bangen.

Lokale-Wechsel-KopieLokale Wechsel
Frank Colabianchi (DP, Foto), langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Bartringen, hat angekündigt, sich zum 1. März von seinem Posten zurückzuziehen. Auf Colabianchi, der seit 2009 der Gemeinde vorsteht, soll die bisherige erste Schöffin Monique Smit-Thijs folgen. Auch die Gemeinde Kayl/Tetingen wird einen neuen Bürgermeister bekommen. Bekanntlich bekam die rot-grüne Majorität keine Mehrheit mehr bei der Abstimmung zum Budget 2022 zusammen, weil der LSAP-Gemeinderat Marcel Humbert mit der Opposition stimmte. Geplant ist jetzt ein Bündnis aus CSV-DP und dem unabhängigen Humbert, wobei der CSV-Politiker Jean Weiler neuer Bürgermeister werden soll.

CHAMBRE-004-1_preview-KopieDiskussionen um Pflicht
Während die politische Ebene noch debattiert, ob es in Luxemburg zu einer Impfpflicht kommen soll, wurde letzte Woche im Parlament über zwei Petitionen diskutiert, welche sich mit dieser Thematik beschäftigten. Die Petitionäre hatten internationale Verstärkung bei der Debatte im Gepäck. Unter anderem der 89-jährige Virologe Luc Montagnier war anwesend. 1983 hatte der Franzose das HIV-Virus mit entdeckt und 2008 dafür den Nobelpreis erhalten. Mittlerweile ist Montagnier allerdings äußerst umstritten, weil er Thesen herausposaunt, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Unter anderem behauptet er, gesunde Ernährung würde Aids vorbeugen oder er schlägt vor, Autismus mit Antibiotika zu heilen. In Sachen Corona-Virus vertritt er die These, die Impfungen seien gefährlich, weil sie neue Virusvarianten herausbringen würde.

Demo-KopieHarte Hand
Am Samstag standen erneut zwei Protestaktionen gegen die Corona-Politik der Regierung an. Auf dem Glacis bei der „Saturday for liberty“-Manifestation wurde im ausgewiesenen Perimeter demonstriert und keine Zwischenfälle gemeldet. Die zweite, erneut unangemeldete Demo startete – wie an den vergangenen Samstagen auch – am Bahnhof. Diesmal unterband die Polizei allerdings das „Katz und Maus“-Spiel der vergangenen Samstage, kesselte die Demonstranten rasch in der „avenue de la Liberté“ ein und hielt sie für mehrere Stunden fest, ohne, dass diese es schafften, sich einen Weg in die Oberstadt zu bahnen. Den Reaktionen auf den sozialen Netzwerken zufolge schmeckte die Aktion den Corona-Protestlern nicht, aber vielleicht haben einige jetzt den Unterschied zwischen einer angemeldeten und einer unangemeldeten Manifestation verstanden. Aber Hauptsache, das Bier schmeckte…

Ein Wolf im Wolfspelz
Letzte Woche konnte ein Autofahrer in der Nähe von Wintger einen Wolf fotografieren. Die Experten der Naturverwaltung konnten anhand der Bilder das Tier eindeutig als Wolf identifizieren. Wie es in einem Schreiben der Naturverwaltung steht: „In den letzten Monaten hatte es in dieser Gegend mehrmals Hinweise auf Wolfsanwesenheit beziehungsweise Nachweise gegeben. Im Mai 2021 war im Raum Wintger ein totes Schaf aufgefunden worden, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Raubtier gerissen worden war. Auf Basis des Rissgutachtens durch Experten der Naturverwaltung konnte der Wolf damals nicht ausgeschlossen, jedoch auch nicht abschließend bestätigt werden. Anders am 25. November 2021 in der Nähe von Bourcy in Belgien: Hier gab es einen bestätigten Wolfsnachweis an einem Schafsriss.“ Da Bourcy nur wenige Kilometer von Wintger entfernt liegt, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein und dasselbe Tier.

Richtigstellung-KopieRichtigstellung
Uns ist ein Fehler unterlaufen. Natürlich fliegt die Raumstation ISS nicht, wie unter dem Bild auf Seite 14 der revue 1/2022 angegeben, im Mondorbit. Das wäre viel zu weit weg. Die ISS hält sich in 300 bis 400 Kilometern Entfernung zur Erde auf, die Mondumlaufbahn liegt mehr als 300.000 Kilometer entfernt. Auf dem Bild von Fotograf Javier Manteca fliegt die ISS, von der Erde aus gesehen, vor dem Mond vorbei. Zum Glück hat die revue so aufmerksame Leser wie Guy Heinen, der uns darauf hinwies. Danke!

Zusammengestellt von: Hubert Morang // Fotos: Isabella Finzi (Editpress-Archiv), Fabrizio Pizzolante, Hervé Montaigu, Anouk Flesch (alle Editpress), Javier Manteca

Author: Philippe Reuter

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