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Kurz gefasst

Virtuelle Ansprache

Am Donnerstag sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Video-Live-Schaltung im Luxemburger Parlament. Selenskyj verwies dabei unter anderem auf das Luxemburger Leitmotiv „Mir wëlle bleiwe wat mer sinn“ und unterstrich, dass auch die Ukrainer bleiben wollen, was sie sind. Der ukrainische Präsident zeichnete auch noch einmal auf, was sein Land an Verlusten (sowohl von Menschen als auch von Gebieten) aktuell erleidet. Er forderte, dass „die Tyrannei verlieren müsse“. Nach Selenskyjs Ansprache redete Premierminister Xavier Bettel, der kam unter anderem auf einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine zu sprechen, bevor es zu einer Debatte kam. Unter anderem eine Motion, die der Ukraine weitere Unterstützung zusagt.

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Es qualmt

Die „Fondation Cancer“ hat eine Studie zum Tabakkonsum in Großherzogtum vorgelegt. Alarmierend für die Fondation ist vor allem die Tatsache, dass die Zahl der Raucher hierzulande wieder zunimmt. Im Jahr 2021 zündeten sich 100.092 Einwohner über 16 Jahre täglich einen Glimmstängel an. Dabei wird in allen Altersklassen wird wieder mehr geraucht, wie es im Presseschreiben heißt. „Diese Ergebnisse geben Anlass zur Sorge“ schlussfolgert die Fondation. Das Gesundheitsministerium hat bereits angekündigt, mit einer besonders auf junge Menschen ausgerichteten Kampagne dem blauen Dunst wieder verstärkt den Kampf anzusagen.

Entlassung mit Beigeschmack

Der Wissenschaftler Jeff Da Costa hatte im Zuge der Wasserflut im Sommer des letzten Jahres die Kommunikation der Regierung kritisiert, unter anderem im Tageblatt, aber auch bei RTL. Daraufhin hat der Luxemburger seinen Job bei einem Hydrologie-Unternehmen verloren, so sieht es zumindest nach einem Bericht des Radiosenders 100komma7 aus. Kein Wunder, dass die politische Landschaft darauf reagierte und vor allem die Oppositionsparteien auf den Plan rief. Die Regierung erklärte dem Tageblatt gegenüber, dass hier keine Kontakte zu besagtem Unternehmen bestehen würden.

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LSAP-Doppel

In der rezentesten Auflage des Politmonitors von TNS-Ilres im Auftrag vom Luxemburger Wort und RTL heißt das Spitzentrio, wenn es um Kompetenz und Sympathie geht: Jean Asselborn, Paulette Lenert und Xavier Bettel. Die Gesundheitsministerin, die während der Pandemie zur Umfrage-Senkrechtstarterin und gleichzeitig zur LSAP-Hoffnungsträgerin in Bezug auf die Wahlen im kommenden Jahr mutierte, büßte dabei sieben Prozent im Vergleich zu der letzten Umfrage ein, währen das LSAP-Urgestein Asselborn zulegte und mit Lenert gleichzog. Auf Rang vier landet übrigens Sven Clement, der es scheinbar versteht, wie man beim Wähler punkten kann.

OGBL bleibt hartnäckig

Die größte Gewerkschaft des Landes sieht sich in ihrer Haltung gegenüber dem Tripartite-Abkommen bestärkt. Die galoppierende Inflation wird aller Voraussicht nach dazu führen, dass mehr Indextranchen als gedacht anfallen werden. Bei einer Pressekonferenz letzte Woche erklärte OGBL-Präsidentin Nora Back, dass die Situation sich seit dem Unterzeichnen des Abkommens stark verändert hat. Die Forderung der Gewerkschaft ist eindeutig: Den Gesetzesentwurf zurückzuziehen und sich erneut mit allen Sozialpartnern an den Tisch zu setzen, um nach einer anderen Lösung zu suchen. Scheinbar hat der Druck der Gewerkschaft genutzt, denn am vergangenen Freitag ruderte die Regierung um einiges zurück. Im Text, der im Juni verabschiedet werden soll, ist nur noch die Verschiebung einer einzigen Indextranche (die im Juli erfallen dürfte) vorgesehen. Verweise auf das Jahr 2024 sind nicht vorgesehen, und sollte bis Ende 2023 eine weitere Indextranche kommen, wird eine Tripartite einberufen.

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Wiedereröffnet

Die Geburtsstation im Ettelbrücker Krankenhaus musste vor zwei Monaten (am 4. April) geschlossen werden, weil es an spezialisiertem Personal fehlte. Werdende Mütter mussten für die Geburt auf das CHL ausweichen. Letzten Donnerstag wurde die Maternité im CHdN wiedereröffnet. Dieser Schritt wurde möglich, weil das CHL und das CHdN einen Plan ausgearbeitet haben, der einen bestmöglichen Dienst im Ettelbrücker Krankenhaus ermöglicht.

Zusammengestellt von: Hubert Morang, Fotos: Fabrizio Pizzolante (3), Julien Garroy (beide Editpress), Nensuria (freepik)

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Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Dario Herold