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Kurz gefasst

Alle-Jahre-wieder-KopieAlle Jahre wieder
Xavier Bettel hielt vergangene Woche seine Rede zur Lage der Nation (siehe auch Edito) mit dem Schwerpunktthema Klimawandel. Dieses politische Unterfangen kann in der Regel mit einem „same procedure as every year“ zusammengefasst werden: Die Majoritätsparteien nicken wohlwollend mit dem Kopf, während die Oppositionsparteien sich mehr oder weniger über den Inhalt echauffieren. Dieses Jahr war es anders, die Oppositionsparteien regten sich nämlich regelrecht auf. „Wir haben nichts Neues erfahren und es gibt keine erkennbaren Strategien “ kommentierte die CSV-Fraktionspräsidentin Marine Hansen die Rede. „Déi Lénk“-Abgeordneter Marc Baum griff noch zu einer etwas drastischeren Wortwahl. „Die Rede hat das Limit zur Frechheit überschritten“ lautete Baums Fazit.

Politischer Kindergarten
Es soll ja bekanntlich ein Angebot von der CSV an die DP und LSAP gegeben haben, um eventuell eine Zweier-Koalition zu bilden, zumindest hatten dies Corinne Cahen und Etienne Schneider zu Protokoll gegeben. Letzte Woche stellte CSV-Präsident Frank Engel via RTL Lëtzebuerg eine Art Ultimatum an Schneider, dieser solle binnen 24 Stunden den Namen der Person nennen, die an ihn herangetreten sei. Etienne Schneider tat dies nicht und Engel bezichtigte ihn daraufhin, eine „fantastesch Raibergeschicht“ erzählt zu haben. Schön, wenn man nicht viel braucht um sich zu streiten.

18.09.2019_Editpress_492128-KopieVolle Breitseite
Wenn die CSV Michel Wolter, ihren „Joker für alle Fälle“ (dixit CSV-Wahlbroschüre von 2018), in den Ring schickt, dann meint sie es ernst, ganz so wie Jesus wenn er im Kultfilm „Big Lebwoski“ zum Strike ansetzt. Letzte Woche war es so weit und Wolter polterte in der Abgeordnetenkammer eine knappe Stunde gegen Umweltministerin Dieschbourg und ihr Vorgehen in Sachen Gartenhaus des ehemaligen Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini. Wolter zerpflückte die Affäre bis ins letzte Detail, und man hatte fast das Gefühl, es wäre das Plädoyer eines Anwaltes vor Gericht. Dabei ist die Staatsanwaltschaft noch dabei zu ermitteln. „Affaire à suivre“ hätte der ehemalige RTL-Reporter Marc Thoma jetzt gefloskelt.

Neue-Bürgermeister-KopieNeue Bürgermeister
Mit Christiane Brassel-Rausch steht zum ersten Mal jetzt ganz offiziell eine Frau an der Spitze der „cité du fer“. Sie wurde mit zwölf Ja-, einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen gewählt. Mit diesem Schritt dürfte wieder etwas Ruhe auf dem Differdinger Politparkett einkehren. In Bissen, wo der Haussegen bekanntlich wegen dem geplanten Google-Datenzenter schief hing, wird in Zukunft David Viaggi das Zepter schwingen, erster Schöffen wird Roger Saurfeld und den Posten des zweiten Schöffen übernimmt Cindy Barros.

Alarmzeichen-KopieAlarmzeichen
Eine Studie über die Situation in Medizin- und Gesundheitsberufen kommt zur Schlussfolgerung, dass es längerfristig zu Problemen kommen könnte, vor allem wegen Personalmangels. Erste Anzeichen, wie etwa lange Wartezeiten um einen Arzttermin zu erhalten, sind schon da. Im Moment sei der Bedarf aber noch gedeckt versicherte Gesundheitsminister Etienne Schneider. Man wolle aber trotzdem mit allen Akteuren schauen, was die Bedürfnisse sind und wie diese in Zukunft abgedeckt werden können.

Kein-Virus-gefunden-KopieKein Virus gefunden
In Sachen Afrikanische Schweinepest teilte das Landwirtschaftsministerium mit, dass hierzulande bislang 300 Kadaver untersucht wurden und keines der untersuchten Tiere mit dem Virus infiziert gewesen sei. In der sogenannten „Zone blanche“ seien mittlerweile siebzehn Wildschweine umgelegt worden. Minister Romain Schneider hat mittlerweile eine Studie in Auftrag gegeben um den zehn Kilometer langen Zaun, der bereits an der Grenze zu Belgien existiert, Richtung Norden zu verlängern.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Philippe Reuter

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