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Picked out

Industrial Salt

Industrial Salt
Auf der dritten und letzten Vorabsingle schildert die Luxemburger Sängerin C’est Karma die Geschichte ihrer eigenen Familie. Im Mittelpunkt steht die Flucht der Großeltern aus dem ländlich geprägten und faschistischen Portugal im Jahr 1973, doch gleichzeitig handelt der Song auch vom Schmerz und von den Opfern, die jeder Migrant erfährt, wenn er seiner Heimat den Rücken kehrt. „Industrial Salt“ ist ein sehr persönliches Lied, in dem die junge Künstlerin die bunten Landschaften Portugals nachzeichnet und die damalige Fremdheit des modernen Großherzogtums zum Ausdruck zu bringen versucht.

Auf den üblichen Musikportalen.

Fotos: Pit Reding

Fortific(a)tions

Cover-Fortifications-KopieZu Beginn des 20. Jahrhunderts trottet ein armer Kerl aus dem Grund durch die Stadt, um sein unappetitliches Handwerk auszuüben: Jacko ist Hundekotsammler. Von Zeit zu Zeit macht er eine Pause, um seinen Rausch auszuschlafen. In seinen Träumen reist er in die Vergangenheit oder in die Zukunft und wird Zeuge von Verbrechen, Intrigen und Liebesabenteuern. Niedergeschrieben hat diese traurige Geschichte Jean-Louis Schlesser. Gezeichnet wurde sie von Antoine Grimée. Die Träume sind indes das Werk verschiedener Autoren. So schicken Lucien Czuga und Pascale Velleine zwei Polizisten los, um das geheimnisvolle Verschwinden wichtiger Denkmäler aufzuklären. Marc Angel liefert derweil eine persönliche Interpretation eines Vorfalls aus dem 17. Jahrhundert, der sich rund um den Fischmarkt zutrug. Vom selben Autor, mit Zeichnungen von Andy Genen, stammt die Erzählung aus der Zeit des unbeliebten Wilhelm I., in welcher ein unheimlicher Geselle um die Mauern des Bockfelsens spukt. John Rech und Sabrina Kaufmann erzählen eine Liebesgeschichte, die sich im großherzoglichen Palast abspielt und Jahrhunderte überwindet. Romantisch geht es auch in Marion Denglers Beitrag aus den Jahren der Preußischen Garnison zu. Obwohl es sich um Fiktionen handelt, sind die Geschichten alle in einer historischen Wirklichkeit verankert, und um sie so authentisch wie möglich wiederzugeben, stand Historikerin Marie-Paule Jungblut den Autoren beratend zur Seite. Das Album „Fortific(a)tions“ ist das erste verlegerische Projekt der 2019 gegründeten Vereinigung „Frënn vun der 9. Konscht“ und Teil des offiziellen Programms von „25 Jahre – Lëtzebuerg, Weltkulturerbe“.

Im Fachhandel oder auf www.lord.lu,
in luxemburgischer, französischer und englischer Sprache, 25 Euro.

Bild: Frënn vun der 9. Konscht

Gabrielle Seil

Journalistin

Ressort: Kultur

Author: Dario Herold

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