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Retro: Dino Crisis 1 & 2

Genre: Survival-Action-Adventure
Studio: Capcom
Publisher: Virgin Interactive
System: Playstation

Steven Spielbergs „Jurassic Park“ hat in den Neunzigern eine wahre Dinosaurier-Manie ausgelöst. Die überdimensionierten Echsen waren aus keinem Medienbereich wegzudenken, so boomte der Hype um die Dinos auch in der Spielebranche. Neben dem Überraschungsauftritt eines T-Rex bei „Tomb Raider“, der Comic-Adaptation „Cadillacs and Dinosaurs“, Dino-Jäger „Turok“ und unzähligen Versoftungen des oben genannten Blockbusters – um nur einige zu nennen – erschien 1999 der Horrortrip „Dino Crisis“.

Dass das Werk aus der führenden Feder von Shinji Mikami stammt, dürfte vielen Kennern bereits erleuchten, worum es sich bei dem Spiel handelt. Mikami-San ist nämlich der geistige Vater der „Resident Evil“-Reihe, welche zu jener Zeit einen enormen Erfolg feierte. Die Idee für „Dino Crisis“ dürfte demnach recht naheliegend erscheinen: Die Rezeptur von „Resident Evil“ beibehalten und die modrigen Zombiegesellen durch Dinosaurier ersetzen. Alles eingepackt in eine trashige, hauchdünne aber unterhaltsame Story, und fertig ist die Dino-Hatz.

Als Regina, Mitglied einer Spezialeinheit des Militärs, werden wir auf eine einsame Insel geschickt, auf der sich ein Geheimlabor befindet. Angeblich wurden hier alle Angestellten bei einem Unfall während illegalen Experimenten getötet. Unser Team, bestehend aus drei Leuten, sucht nach Überlebenden, findet schnell heraus, dass sie nicht alleine auf der Insel sind und muss feststellen, dass wohl die Regierung selbst mehr im Schilde führt als eine reine Bergungsaktion. Die Insel ist bewohnt von kleinen und großen, gefräßigen Echsen, und es gilt zu überleben. Rätsel lösen und Dinos jagen steht ebenso auf der To-Do-Liste wie Geheimnisse lüften und überlegtes Ressourcenmanagement.

Anders als die frühen Teile von „Resident Evil“ wurde das erste „Dino Crisis“ komplett in 3D programmiert. Erst im zweiten Teil setzte man wieder auf vorgezeichnete, starre Level. Demnach ist der Look des ersten Teiles schlechter gealtert. Das ändert aber nichts daran, dass „Dino Crisis“ ein exzellentes Spiel ist und jedem „Resident Evil“-Fan, Survival-Profi und Hobby-Paläontologen ans Herz gelegt werden sollte. Der zweite Teil, welcher direkt an die Story des Erstlings anknüpft, setzt auf mehr Action als auf Horror, ist aber genauso zu empfehlen. Lediglich der dritte Teil fällt ab, verfrachtete man die Story um die Dinos hier doch tatsächlich ins Weltall der Zukunft. Den ersten Teil – auch portiert für Dreamcast und PC – kann man noch günstig auf dem Gebrauchtmarkt ergattern, der zweite dagegen ist etwas teurer. Teil drei kriegt man nachgeworfen, aber ein Kauf lohnt sich hier nicht.

Daniel Paulus

Grafiker

Multimedia, Game Reviews

Author: Dario Herold

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