Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, gibt es nichts Erfrischenderes als einen leckeren Cocktail. Bartender Philippe About hat sich für revue drei einzigartige Kreationen einfallen lassen.
Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre in der „Nasty Bar“ in Düdelingen. Hinter seinem Tresen jongliert Bartender und Besitzer dieses einzigartigen Ortes Philippe About mit seinem Shaker und ein paar Flaschen, während aus den Lautsprechern Reggae-Musik schallt. Überall hängen und stehen exotische Kuriositäten, die sich an der polynesischen Kultur inspirieren: Regale aus Bambusholz, Kokosnüsse und andere exotische Früchte, Tiki-Masken, aus Holz geschnitzte tropische Skulpturen, exotische Vögel und sogar ein ananasförmiger Lüster. Es herrscht richtiges Sommerfeeling in der Tiki-Bar. Die Tiki-Kultur erreichte ihren Höhepunkt am Ende des Zweiten Weltkrieges, als die amerikanischen Soldaten diesen exotische Style aus dem Pazifik mit nach Hause brachten. Heute steht sie für tropisches Ambiente, Gelassenheit und leckere Cocktails.
20 lange Jahre hat Philippe, oder Filoo, wie ihn seine Freunde und Stammgäste nennen, von seiner eigenen Bar geträumt. Im Dezember 2018 wurde der Traum vom eigenen Lokal endlich wahr. Der gebürtige Franzose aus Marseille ist vor 18 Jahren durch Zufall nach einem Aufenthalt in der Dominikanische Republik in Luxemburg gelandet.
„Mein erster Job war Geschirrspüler im Chiggeri in der Altstadt. Seitdem habe ich das Land nie mehr verlassen. Ich habe mich regelrecht in Luxemburg verliebt.“ Philippe About, Bartender
„Ich bin mit leeren Taschen in Luxemburg angekommen“, erinnert sich der 42-Jährige. „Mein erster Job war Geschirrspüler im Chiggeri in der Altstadt. Seitdem habe ich das Land nie mehr verlassen. Ich habe mich regelrecht in Luxemburg verliebt.“
Die Leidenschaft für seinen Beruf und seine Entschlossenheit haben ihn weit gebracht. Sie sind sicherlich ein wichtiger Teil seines Erfolges. „Ich habe diesen Beruf hinter der Bar mit 16 Jahren angefangen. Ich begann ganz unten“, sagt Philippe About. „Studiert habe ich nicht und meine Eltern konnten mir auch nicht helfen. Ich habe mich alleine hochgekämpft.“
Kein Wunder, dass der junge Barkeeper irgendwann den Drang verspürt, sich mit Gleichgesinnten zu messen. Er wird Mitglied der „Association luxembourgeoise des barmen“ und nimmt an zahlreichen Wettbewerben hierzulande, aber auch im Ausland teil. „Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich mich mit den renommiertesten Champions anlegen kann“, erzählt er. Um den höchsten Titel zu gewinnen und die Chance zu haben, Luxemburg bei der Weltmeisterschaft im Cocktailmixen zu repräsentieren, muss ein Bartender zuerst Landesmeister werden. Vier Mal hat es Philippe hierzulande bereits aufs Siegertreppchen geschafft. Auch auf europäischem Niveau hat er dreimal die Europameisterschaft gewonnen.












