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Retro: The Legend of Zelda – Majora’s Mask

„Ocarina of Time“ (1998) und „Breath of the Wild“ (2017) werden nicht selten als die Favoriten der Zelda-Franchise gehandhabt. Ein Titel, der häufig in Vergessenheit gerät, ist „Majora’s Mask“ (2000) – zu Unrecht, wie wir finden. Viele Punkte sprechen für das Game, das in den Nullerjahren auf Nintendo 64 erschien. Story-technisch ist es äußerst spannend und knapp gehalten: Nur drei Tag hat man Zeit, um die Spielwelt mit dem überaus passenden Namen „Termina“ zu retten. Bedrohlich funkelt der immer näher kommende Mond einen aus dem Himmel an, der auf die Welt hinunterzustürzen droht. Um das Schlimmste zu verhindern, gilt es vier Giganten zu befreien, die versuchen, eine Kollision zwischen dem Trabanten und Planeten zu verhindern. Mit gebündelten Kräften halten sie den Mond fest, damit ihr als Held zum Zug kommt. Als Link hüpft ihr kurzer Hand auf das riesige Gestein und versucht es von dort aus, in einem ultimativen Kampf, zu zerstören – eine Art David gegen Goliath. Da die Zeit für das Unterfangen, wie bereits angesprochen, überaus kurz ist, empfinden viele Gamer „Majora’s Mask“ als stressig. Der Zeitdruck ist hoch, und es ist ganz schön kniffelig. Doch ist es nicht gerade dieser Umstand, der das Spiel zu einer Herausforderung macht?

Charaktergebend ist ebenfalls die düstere, fast apokalyptische Stimmung sowie Links Gefäßflöte, die seit dem vorangehenden „Okarina of Time“ in keinem „Zelda“ mehr fehlen darf. Zwei verschiedene (magische) Melodien können auf der Okarina geträllert werden: Mithilfe des ersten Liedes kann man sich um einen Tag in die Zukunft versetzen, mit dem zweiten lässt man die Zeit langsamer vergehen. Wer ein Fan von Nebenquests ist, dürfte letztere als besonders praktisch empfinden, da man nur so Zeit dafür bekommt. Auf diese Weise kann man die vier Tempel entdecken und die 24 Masken finden. Diese, oder ein Teil davon, sind nötig, um das Spiel beenden zu können. Um in ihren Besitz zu gelangen, muss man einiges tun wie beispielsweise eine Oma nachts vor einem Überfall schützen oder sich eine Choreografie vom untoten Tänzer Kamaro beibringen lassen. Die nennenswerteste Sidequest ist jedoch zweifellos die Geschichte von Kafei. Dabei handelt es sich um einen jungen Mann, der kurz vor seiner Hochzeit in ein Kind verwandelt wurde und sich deshalb nicht mehr zu seiner Verlobten Anju traut. Da sich diese Nebenaufgabe über alle drei Tage erstreckt und gleich vier verschiedene Fälle im Bomber-Notizbuch umfasst, ist sie mit Abstand die längste von allen. Doch es lohnt sich, durchzuhalten.

Minigames wie Bogenschießen, Bombenbasketball und Angeln dürfen natürlich auch nicht fehlen. In diesem Teil gibt es zwei verschiedene Fischteiche. Entscheidet man sich für den in der Nähe des Sumpfes, stößt man mit etwas Glück sogar auf den einen oder anderen Fisch, den man aus „Okarina of Time“ kennt. Wisst ihr schon, welchen wir damit meinen? Wer die Augen offen hält, wird jedenfalls auf genug Easter Eggs stoßen.

Fotos: Nintendo

Jeffrey Rausch

Jahrgang 1990, Retro-Guru bei „We live Games“, dessen Herz für Konsolenspiele aus der 1990er- sowie Nullerjahren schlägt. Zu seinen Lieblingsgenres zählen Adventure und Jump’n’Run.

Author: Philippe Reuter

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