Die SUV-Mode will gar nicht mehr abreißen. Das bullige Auftreten, die hohe Sitzposition, das rein subjektive Sicherheitsgefühl… und schon kommt der nächste Kompakte: Mercedes-Benz GLA.
Sagen wir es gleich vorweg: Der 2,2-Liter-Diesel in seiner 170 PS-Stufe ist nicht unbedingt der beste Motor für den Mercedes-Benz GLA, er ist sehr laut und hat mit dem Gewicht des kompakten aber nicht gerade federleichten SUV zu kämpfen. 350 Newtonmeter Drehmoment sind zwar auf dem Papier ganz ordentlich, aber der laute Diesel, dessen eher unschöne Geräuschkulisse unter Belastung irgendwann noch von markanten Windgeräuschen eingerahmt wird, müht sich lautstark – aber eben nicht stark – mit dem Vehikel ab. Das kennt man von den Stuttgartern auch anders. Aber er hat auch seine Schokoladenseite, denn obwohl die nach Euro-Zyklus ermittelten Durchschnittswerte des Verbrauchs so gut wie nie in der Realität erreicht werden – zumindest nicht von unsereins – hat der GLA 220 CDI es fertiggebracht, die 4,0-Liter-Schwelle nicht zu überschreiten, sobald der Eco-Meter im zentralen Display perfekte 100% anzeigte (wir waren mächtig stolz), ansonsten brauchte er bei normaler Fahrweise zwischen 4,6 und 4,7 Liter Diesel, was auch ganz vernünftig erscheint in Anbetracht seiner Masse (Leergewicht je nach Version 1,4-1,6 Tonnen) und seiner nicht gerade windschlüpfrigen Erscheinung – dabei ist sein cW-Wert von 0,29 ganz objektiv „Benchmark“ bei den kompakten SUV.
Drinnen gab es viel elektronische Helfer und ein sehr schönes Armaturenbrett aus gebürstetem Aluminium, im Handschuhfach schmachtete eine Aufpreisliste, die den kompakten Offroader für Salonlöwen vom Basispreis von 35.750 € auf 51.527 € hochschnellen ließ. Auf dieser Front gibt es eben im schwäbischen Westen auch nichts wirklich Neues.
Bein- und Kopffreiheit auf der Rückbank sind bis zu einer Körpergröße von 1,80 Meter – immer davon geträumt aber leider nie erreicht – ganz in Ordnung, darüber hinaus wird es eng, im Kofferraum befindet sich ein praktischer doppelter Boden, dessen Untergeschoss allerdings in unserem Testwagen gänzlich von einem Harman-Kardon-CD-Magazin eingenommen wurde. Der Sound war gut, der zusätzliche Platz damit aber leider futsch.











